Unordnung raubt Energie, Ordnung klärt unser Leben
Shownotes
Unordnung raubt Energie, Ordnung klärt unser Leben.
Expertin: Gunda Borgeest
Gunda Borgeest hat Literaturwissenschaft und Sinologie studiert und war als Kulturmanagerin tätig. Seit 2014 arbeitet Sie in Ihrer Einrichtung "Schönste Ordnung" als Aufräum-Coach. Und 2024 erschien ihr Buch:
Ordnung für immer - Nachhaltig aufräumen, Chaos beseitigen, innere Balance finden: Der einfache Weg zu einem aufgeräumten Leben
Homepage: https://www.schoenste-ordnung.com/
Interview: Dr. Wolfgang Krüger, Psychotherapeut und Buchexperte.
Homepage: https://www.dr-wolfgang-krueger.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo meine Damen und Herren, hier ist der Podcast Seelen Ritzel von Dr.
00:00:08: Wolfgang Krüger.
00:00:09: Ich möchte Ihnen helfen das Ihre Hoffnung in Erfüllung gehen und dass Sie Ihre Probleme erkennen und überwinden können.
00:00:16: Und dazu werde ich einmal in der Woche Experten einladen und ich werde ihnen auch selbst mit Beiträgen helfen damit sie zufriedener und glücklicher werden.
00:00:27: Und wenn Sie mit diesem Podcast zufrieden sind, wäre ich sehr froh, wenn sie Ihnen abonnieren könnten.
00:00:33: Jetzt geht es zum Beitrag Wolfgang Krüger!
00:00:50: Ordnung ist das halbe Leben.
00:01:01: Und Demokrat hat für über zweitausend Jahren einmal gemeint, ein ordentlicher Mensch hat immer auch eine gute Ordnung!
00:01:09: Wir sehen also welche Bedeutung die Ordnung für unser Leben hat und deshalb es tragisch dass niemand von uns wirklich gelernt hat was Ordnung heißt wie man Ordnung herstellen kann wie man ordnung bewahren kann.
00:01:24: aber wir alle haben Erfahrung in der Kindheit mit Ordnung In den meisten Fällen, das wir ermahnt worden sind meist von der Mutter.
00:01:32: Wir sollten endlich mal aufräumen.
00:01:35: Manchmal gab es auch halbe Drohung dass wir uns erpresst fühlten aber wir haben natürlich emotional dadurch kein gutes Verhältnis zur Ordnung gewinnen können und das ist schwierig weil wir dadurch in den meisten fällen hin und her schwanken.
00:01:55: die meisten von uns werden gelegentlich ganz viel aufräumen Und dann haben wir wieder ganze Zeiten, wo wir das Gefühl haben, dass geht wieder verloren.
00:02:04: Wir verschlampen etwas.
00:02:06: Dann ärgert uns das und dann räumen wir wieder mächtig auf.
00:02:10: es geht also hin und her.
00:02:12: Die Frage ist wie können wir erreichen?
00:02:14: Dass wir ein gutes Verhältnis zur Ordnung bekommen und das auch regelrecht lernen.
00:02:20: Ich freue mich, dass ich heute als Gast zum Gespräch habe die Experten für Ordnung, nämlich Frau Wunder-Borgesst.
00:02:30: Ich will Sie einmal kurz vorstellen.
00:02:32: Sie hat vor allem Literaturwissenschaft studiert, sie ist Buchautorin und Kulturmanagerin und vor allem die deutsche Expertin zum Thema Ordnung und sie ist Ordnungscoach.
00:02:47: Sie gibt also richtig konkrete Hilfe wie man im Leben aufräumen kann, wie man die Ordnung bewahren kann und sie hat den Bestseller geschrieben Ordnung für immer nachhaltig aufräumend, kaosbeseitigen innere Balance finden der einfache Weg zum aufgeräumten Leben.
00:03:07: Schönen guten Tag!
00:03:09: Guten Tag Herr Grüger.
00:03:10: vielen Dank für die Einladung.
00:03:13: ich habe zunächst einmal eine ganz einfache Frage nämlich es ist klar dass viele Menschen kommen auf die Themen die naheliegen also Themen wie das glückliche leben.
00:03:27: Sie schreiben Bücher über Erotik, Partnerschaft finden.
00:03:30: Wie kommt man im Leben dazu ein Buch zu schreiben?
00:03:33: Über das Aufräumen und über die Ordnung.
00:03:38: Also ich habe mich ja vor knapp zwölf Jahren selbstständig gemacht mit meiner kleinen Firma, die hat es schönste Ordnung Und ich wollte als Literaturwissenschaftlerin und Filmwissenschaftlerin, die hatte ich lange an der Hochschule für Fernsehen und Film gearbeitet hier in München und ich wollte noch mal was ganz anderes machen und ich hab mich gefragt Was ist das, was ich am allerliebsten tue.
00:04:02: Und am aller liebsten bin ich mit Menschen.
00:04:06: Dann mache ich sehr gerne Dinge schön und dann habe ich auch eine Leidenschaft für Struktur und Ordnung.
00:04:16: Und damals, das war im Jahr zwei Tausend vierzehn, gab es dieses ganze Thema noch gar nicht.
00:04:21: Das ist ja jetzt durch durch viele Ordnungscoaches, die es mittlerweile gibt sehr in der Welt.
00:04:28: Aber damals gab's dieses Ordnungsexperten-Ordnungs-Gabe noch gar nicht.
00:04:32: Das heißt ich habe das eigentlich für mich erfunden und bin dann mit meiner Tochter zusammen diese Website gemacht.
00:04:41: Ich hab gesagt, ich gebe das jetzt mal in die Welt und schau mal was passiert!
00:04:45: Und das absolut verblüffende war... dass es kurz nachdem ich mit der Website online war, hat es einen Artikel über meine Idee oder meine Arbeit gegeben und ich war tatsächlich innerhalb von einem halben Jahr ausgebucht.
00:05:02: Das heißt, es gab und gibt – das seid ja fast immer noch so – eine große Sehnsucht nach Ordnung!
00:05:14: Und mein grundsätzlicher Ansatz, und Sie haben mich gefragt warum ich habe dieses Buch geschrieben.
00:05:18: Also es sind insgesamt mittlerweile drei Bücher und ich hab die geschrieben weil ich gerne Menschen unterstützen möchte dabei ihre für sie passende Ordnung zu finden.
00:05:29: Also ich gehe davon aus, dass man Ordnung nicht verordnen kann.
00:05:33: Dass man also nicht strenge Regeln nur einem Menschen aufoktoiert und dann geht das alles Sondern.
00:05:39: ich glaube des Ordnungs ist auch meine Erfahrung in diesen zwölf Jahren.
00:05:43: Ich habe mittlerweile über dreieinhalb Menschen begleitet die für sie passende Ordnung zu finden.
00:05:49: Das sind Familien es sind Paare das sind Menschen die alleine leben.
00:05:54: Und meine Leidenschaft, weil mein Auftrag in dieser Welt ist im Moment, dass ich sage es ist... Ich begleite oder ermutige Menschen das für sie passende zu finden.
00:06:08: Also nicht nach einem Konzept wie das so zu sein hat oder wieder in irgendwelchen Wohnzeitschriften steht zu arbeiten sondern ich entwickle mit ihnen die für Sie passenden Orden.
00:06:21: Das kann also sein, dass jemand sagt – ich sehe jetzt bei Ihnen im Hintergrund sehr viele Bücher zum Beispiel Herr Krüger.
00:06:27: Es kann sein, daß jemand sagt Ich möchte mit all meinen Büchern leben aber ich möchte in meinen Büchanen eine Ordnung haben.
00:06:34: Es gibt Menschen die sagen, ich möchte überhaupt nicht meine Bücher sehen.
00:06:38: dann gibt es Menschen, die sagen ich möchte nur die Bücher sind, die ich noch nicht gelesen habe.
00:06:43: und damit steigen wir quasi schon ein mit diesem Beispiel in die Frage.
00:06:49: Es gibt so viele verschiedene Vorlieben und so viele Verschiedene Annäherungen zu dem Thema.
00:06:58: Und mein Ansatz ist tatsächlich, das mit den Menschen zu finden auf Augenhöhe was zu ihm passt.
00:07:04: denn wenn es passt also wenn die Grundordnung passt dann kann man die alltägliche Ordnung auch gut halten.
00:07:12: Also das sind zwei verschiedene Prozesse.
00:07:15: Die Grundordnung ist etwas was man mit Zeit Planung und Kontinuität und Kraft herstellt, also dass man nur noch die Dinge hat wie einen Erfreuen und den man braucht.
00:07:31: Und dann um die alltägliche Ordnung.
00:07:33: das sind dann andere Themen.
00:07:35: da geht es um die Veränderungen von Gewohnheiten zwei sehr unterschiedliche Prozesse und es ist immer wieder sehr spannend auch Familien zu begleiten, auch Paare zu begleichen die sich seit langer Zeit zu diesem Thema auch streiten.
00:07:55: Und dann eine Möglichkeit zu finden das gelingt in den allermeisten Fällen tatsächlich eine gute Lösung am Ende mit einer guten Lösung darzustehen.
00:08:09: Das klingt bei Ihnen zunächst einmal ungemein sympathisch, dass man das Gefühl hat jeder muss seine persönliche Ordnung finden.
00:08:16: Wir können nicht jemandem das aufoktoriieren.
00:08:19: Das ist zunächst mal sehr entlastend.
00:08:23: und dennoch die Frage wenn ich in andere Wohnungen komme dann gibt es immer zwei Grenzbereiche.
00:08:31: Das eine sind beim Wohnen wo man das gefühlt hat jemand ist ungeheuer pedantisch.
00:08:35: Also die Sachen sind so zwanghaft, dass man das Gefühl hat, man ist in einem Museum und das andere wäre natürlich, dass eine Wohnung in die Richtung geht eines Messiverhaltens.
00:08:46: Dass man das gefühlt hat.
00:08:48: gibt es nicht Bereiche von Ordnung wo sie selber emotional so das Gefühl haben?
00:08:54: Das ist schon etwas an der Grenze.
00:08:57: also wenn mich jemand zur Hilfe ruft bewerte ich erst mal überhaupt nicht sondern ich höre diesen Menschen zu und ich stelle ganz, ganz viele Fragen.
00:09:07: Also zum Beispiel die Frage sind die Dinge für sie Identität?
00:09:13: Brauchen Sie die Dinge um ihren Anker zu haben in ihrer Vergangenheit?
00:09:18: Brauchen Sie das Bild Ihrer Großmutter, um an die schönen Wochenenden bei den Großeltern zu denken?
00:09:25: Brauchen sie den Stein, den Sie an dem schönen Strand gefunden haben als Sie achtzehn waren und das erste Mal verliebt, um sich genau an dieses Gefühl zu erinnern.
00:09:35: Brauchen wir inspirierende Dinge auf Ihrem Schreibtisch, um kreativ arbeiten zu können oder möchten Sie eine leere Fläche haben?
00:09:43: Ich stelle erst mal ganz viele Fragen Und das sind Fragen auch nach der Biografie.
00:09:50: Wie haben Sie Ordnung gelernt?
00:09:52: Ist Ordnung, das haben vorhin selbst erwähnt Herr Krüger ist Ordnung etwas was mit Strafe in ihr Leben gekommen ist.
00:10:00: Was wünschen sie sich?
00:10:01: Wünschen Sie sich zum Beispiel mehr Klarheit in Ihrem Papierkram?
00:10:08: also das ist ja sehr vielfältig.
00:10:10: und wenn ich dann all diese Fragen gespielt habe... nicht auf Fragen zu stellen, weil die Dinge immer auch Aufträge in sich tragen.
00:10:23: Und diese Aufträge muss man sich genauer anschauen.
00:10:27: was meine ich damit?
00:10:29: Also wir leben in einer, ich würde sagen materialistischen Welt.
00:10:33: Wir glauben dass wenn wir die Dinge besitzen dann geht es uns gut und wenn viele Dinge besetzen geht das uns sehr gut.
00:10:44: Was wir aber, glaube ich, unterschätzen – das ist zumindest meine Wahrnehmung und meine Erfahrung – ist dass in all diesen Dingen die Aufträge liegen.
00:10:53: Aufträge können transgenerativ sein.
00:10:56: Aufträge kann zum Beispiel sein... Das hat Onkel Erwin damals, da war es im Jahr nineteenhundertundvierzig, übers Haft gerettet vor den Russen.
00:11:05: Da liegt ein Auftrag drin!
00:11:07: Das kann ich ja nicht weggeben.
00:11:09: Die Münzsamlung von Onkel Otto Die hat ja sein Leben lang wie einen Augapfel bewahrt, die kannst du doch nicht weggeben.
00:11:20: Also da sie ist ein Auftrag.
00:11:22: dann gibt es aber auch Aufträge.
00:11:23: benutzt mich endlich!
00:11:25: Benutzt mich, ließ mich, kümmert dich um mich, verstaum ich, reinige mich und so weiter.
00:11:33: das heißt... Ich nenne es die Kakophonie der Aufträge.
00:11:36: Das machen Dinge mit uns Und viele Dinge Machen laute Kakophonie, jedenfalls bei den meisten Menschen.
00:11:44: Es gibt auch Menschen... Da geht es um die Verwaltung der Fülle aber da kann ich vielleicht nachher noch mal was dazu sagen.
00:11:51: und diese Aufträge.. Ich habe Kundinnen, die sagen zu mir Frau Burges, ich kann mich gar nicht mehr entspannen.
00:11:57: in meiner Wohnung Überall sind Dinge und alle wollen irgendwas von mir Und dann ist meine Aufgabe mit diesen Menschen zusammen, das für ihn oder für sie oder für diese Familie oder dieses Paar richtige Maß zu finden.
00:12:15: Das ist ein längerer Prozess und es hat mit weit mehr als mit Ordnung zu tun weil immer auch die Frage ist wo stehe ich gerade?
00:12:25: Wo will ich hin von was will ich mich verabschieden?
00:12:28: Was lasse ich los Was kann ich nicht so gut loslassen und warum?
00:12:33: Also Sie sehen, sie sind ja selber Psychologe Herr Krüger.
00:12:38: Das ist ein tiefer, tiefer Klärungsprozess der über das Ich räume mal auf weil es hinausgeht und der aber zu... das ist meine Erfahrung zu sehr viel schöner guter Klarheit führt, weil man sich eben über mehr als über die Dinge Gedanken macht.
00:12:58: Nämlich über dieses was will ich in meinem Leben haben und was will nicht
00:13:03: haben?
00:13:05: Also was ich verstehe ist dass sie nicht in eine Wohnung kommen Und dann bereits eine bestimmte Technik haben wo Sie dem Betreffenden zeigen das könnte man behalten Das könnte man wegwärfen.
00:13:16: so sie bringen zunächst einmal Menschen zum nachdenken.
00:13:22: Wollen zunächst einmal wissen, warum ist das eigentlich so und welches Verhältnis haben die Betreffenden zu Gegenständen?
00:13:29: So dass sie eigentlich könnte man sagen Sie sind fast therapeutisch tätig.
00:13:35: Ja es ist auf jeden Fall ein.
00:13:37: also ich bin keine Therapeutin.
00:13:39: Ich habe eine Mediationsausbildung Und ich hab lange im Hospiz gearbeitet und hat Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.
00:13:45: aber ich bin Keine Therapeuten.
00:13:48: Aber der Weg ist ein quasi therapeutischer, weil er einfach eine selbst... also ich ermutige zu einer Selbstbefragung.
00:14:01: Warum habe ich so viel?
00:14:03: Wie ist es zu diesen Anhäufungen gekommen?
00:14:06: Was mache ich mit all den Dingen die ich geerbt
00:14:09: habe?".
00:14:11: die jetzt in meine Wohnung vollstellen.
00:14:13: Was habe ich für eine Beziehung zu Besitz?
00:14:16: Das sind alles Fragen, die total wichtig sind und ohne diese Fragen zu klären macht es überhaupt keinen Sinn nach meiner Erfahrung auf einer Oberfläche zu sagen wir räumen jetzt mal auf.
00:14:33: Also jedenfalls ist das nicht mein Ansatz weil ich glaube wenn man ist tiefer ergründet dann kann man es auch langfristig gut lösen und gut für sich etwas finden, was zu einem passt.
00:14:46: Wenn man sich nicht befragt, wieso kaufe ich so viel?
00:14:52: Wenn man das nicht befragt, wenn man nicht guckt liegt dahinter vielleicht ein Mangel an Aufmerksamkeit, einen Mangel in Wertschätzung oder Liebe.
00:15:02: Was ist der Mechanismus?
00:15:04: Dann kann man's auch für sich auf eine gute, zu diesem Menschen passende Adäquat, ein adäquates Maß zurückführen.
00:15:16: Sie haben vorhin gesagt dass sie manchmal auch Paare haben die sie betreuen, die offensichtlich unterschiedliche Auffassungen auch haben was Ordnung anbetrifft.
00:15:27: Dann habe ich das große Glück dass ich mit einer Frau verheiratet bin Die Künstlerin ist und sie hat ungefähr die gleiche Vorstellung von Ordnung, auch die gleicher Vorstellung ungefähr jedenfalls was die Ordnung in der Küche anbetrifft.
00:15:43: Ist es möglich wenn Paare sehr unterschiedliche Auffassungen haben dass man mit Hilfe eines Gesprächs sie dazu bringen kann das man sich dort annähert?
00:15:56: Es ist nicht ein Gespräch, es sind mehrere und ich probiere mit den Paaren die so unterschiedliche Vorstellungen haben Dinge aus.
00:16:06: Also ich mache dann zum Beispiel Vorschläge und sage Hören Sie Ihre Frau also die sich so sehr wünscht dass nichts mehr in der Küche rumsteht.
00:16:18: hören sie das.
00:16:19: können sie dieses Bedürfnis nachvollziehen?
00:16:22: Dann frage ich den Mann.
00:16:23: Also das frage ich die Frau.
00:16:25: Nein, nein!
00:16:26: Das frage den Mann.
00:16:26: dann sage ich hören Sie Ihren Mann der einfach gerne seine Zeitungen und ein paar andere seiner Lieblingstinge im Wohnzimmer liegen haben möchte also überhaupt erst mal zu sehen.
00:16:40: dass sind unterschiedliche Bedürfnisse.
00:16:42: es geht nicht um richtig oder falsch.
00:16:46: Es geht nicht darum, dass der ordentliche etwas richtig macht und der wenigerordentliche was falsch macht.
00:16:52: Es geht erst mal um die Wahrnehmung des anderen.
00:16:55: Und dann kann man anfangen zu entwickeln – da bin ich froh, dass ich eine Billionsausbildung gemacht habe!
00:17:01: Da kann man anfangs zu entwickeln.
00:17:03: Okay, können wir zum Beispiel überlegen, das der Ihr-Raum ist ihr Raum?
00:17:10: Da können Sie schalten und falten wie sie wollen... können wir ein oder zwei Regeln für die Küche einführen, mit denen sie beide leben können und so.
00:17:18: Also es ist quasi ein schrittweiser Prozess hin zu einem gegenseitigen Verständnis und dann aber auch ganz konkret hinzu gemeinschaftlich getroffenen wenigen Aber doch gemeinschaftliche Getroffenen regeln wie man zum Beispiel damit umgeht Wenn man, wo legt man eine Tasche ab?
00:17:41: Den einen stürzt den anderen stürz nicht.
00:17:43: Und denen, denen es stört dass der sagen darf du kannst du mir diesen Gefallen tun und das anders machen.
00:17:50: Dann muss man es probieren.
00:17:52: dann gebe ich quasi den Paaren eine bestimmte Zeit und sage jetzt versuchen Sie das mal was wir festgelegt haben.
00:17:59: machen sie jetzt mal vier Wochen und dann sprechen wir uns wieder und dann gucke ich frage ich Was hat gut funktioniert was hat nicht funktioniert, dann versuchen wir rauszufinden warum nicht und dann modifiziere ich quasi das Ganze und mache neuen Vorschlag.
00:18:18: Das klingt sehr interessant!
00:18:21: Und ich würde gerne etwas übergehen.
00:18:24: jetzt auf die Frage wie können wir lernen selber aufzuräumen?
00:18:28: Da haben Sie eine These, die wichtig ist für die Motivation des Aufräums dass sie sagen Unordnung raubt uns Energie.
00:18:38: Warum ist das so?
00:18:40: Das hat mit diesen Aufträgen zu tun, die ich gerade am Anfang unseres Gesprächs schon erwähnt habe.
00:18:46: Dass wenn das so rumliegt alles.
00:18:50: dann gibt es zwar Menschen, die sagen ja das kann nicht alles ausblenden aber es gibt auf einer bestimmten Ebene quasi eine Unruhefrequenz.
00:19:02: also ich würde sagen Unordnung und dass was Unordnung mit einem Macht ist eine innere Unruh oder mit vielen Menschen macht, nicht mit allen aber mit vielen.
00:19:12: Und wenn ich quasi in die Klierung gehe, wenn ich nur noch Dinge habe, die ich wirklich brauche und die mir gefallen und wenn ich die auch an Stellen verstaut hab, die eindeutig sind dann führt das zu einer inneren Ruhe.
00:19:28: also die Verbindung von äußerer Ordnung zur innere Ordnung ist auf jeden Fall da erlebe ich immer wieder der Umkehrschluss stimmt nicht.
00:19:38: Also nicht alle Menschen, die im äußeren Unordnung haben sind im Inneren auch ungeordnet.
00:19:46: Aber vielleicht kennen Sie es selber Herr Krüger?
00:19:49: Sie haben vielleicht gerade leidenschaftlich gekocht, räumen dann ihre Küche auf und alles sozusagen beruhigt sich so.
00:19:57: Alles wird irgendwie kommt wieder in eine gute Ordnung.
00:20:01: Und sie fühlen sich wie... selber etwas aufgeräumter innerlich.
00:20:07: Sie können vielleicht wieder klarer denken, sie können sich besser konzentrieren.
00:20:14: also da gibt es auf jeden Fall Verbindungen.
00:20:16: Es gibt eine Studie die hat die Universität Yale vor einigen Jahren rausgebracht.
00:20:21: Die untersuchten sozusagen Neuronale Netzwerke.
00:20:25: Also wie funktioniert unser Gehirn?
00:20:27: und was passiert bei Unordnung?
00:20:29: Was passiert bei Ordnung?
00:20:33: Ordnung, die zu diesen Menschen passt und da ist ganz klar zu sehen dass Unordnung Stress verursachen
00:20:40: kann.
00:20:42: Also wenn ich selber will das es mir sofort gut geht relativ schnell gutgeht gibt's zwei Dinge das eines Fahrrad fahren und das anderes aufräumen.
00:20:51: also aufräumt ist quasi Die schnellste Möglichkeit für mich in einen Zustand zu kommen wo es mir gut geht Und ich räume jeden Morgen mein Schreibtisch auf Weil ich merke, ich kann besser arbeiten am Schreibtisch wenn der aufgeräumt ist.
00:21:09: Dann haben Sie ja genau das was ich gerade erzählt habe.
00:21:11: Erfahren sie ja quasi täglich selber.
00:21:13: Ja klar!
00:21:13: Dann
00:21:14: sind Sie ja ein lebender Beweis für meine These.
00:21:20: Dann würde ich Ihnen gerne noch eine Frage stellen.
00:21:25: Reiß sich leichter mit weniger Gepäck.
00:21:28: Man könnte ja auch die Meinung vertreten, dass all die Gegenstände, die ich dort habe – die haben eine Bedeutung, die sind verbunden mit bestimmten Gefühlen und Glück möglicherweise mit Erinnerungen.
00:21:39: Ich hab das bekommen!
00:21:40: Und man könnte sagen, es sind alles Dinge, die mich im Leben auch stützen und
00:21:43: tragen.".
00:21:44: Absolut.
00:21:45: Also Dinge können uns glücklich machen, Dinge können zufrieden machen und Dinge sind ganz stark verknüpft oder können verknüpft sein mit unserer Geschichte, mit unserer Biografie, mit der Identität ohne Frage, ohne Zweifel.
00:22:01: Die Frage ist die Frage des Maßes.
00:22:04: also wenn ich von einer Reise, die wunderbar war, dreißig Dinge mitbringe die mich alle an die gleiche Reise erinnern Dann ist schon die Frage, dann haben Sie diese Stehrumsel.
00:22:18: Dann liegt das überall rum und dann machen sie den nächsten Reise und die übernächste Reise.
00:22:22: Es ist die Frage was ist vielleicht das Entscheidende oder was ist das Schönste von dieser Reise an?
00:22:30: Was möchten Sie sich unbedingt erinnern oder brauchen Sie die Dinge tatsächlich um sich zu erinneren?
00:22:36: Das sind die Menschen auch sehr unterschiedlich.
00:22:39: Der eine sagt mir, also wenn ich jetzt diese Tasse von meiner Großmutter in die Hand nehme bei der ich immer war als ich Kind war dann spüre ich meine Großmütter.
00:22:50: Jemand anders braucht es vielleicht gar nicht.
00:22:54: Er erinnert sich auch so daran und das muss man eben rausfinden wo steht man da selber?
00:23:01: und dieses in die eigene Biografie zu gehen, zu gucken.
00:23:06: Macht brauche ich Besitz?
00:23:09: Brauche ich Dinge um mich sicherzufühlen?
00:23:12: Wenn das so ist würde ich nie sagen dann lassen sie es los!
00:23:16: Dann würde ich immer nur fragen haben Sie genug Platz für all das was sie sicher macht?
00:23:22: Oder gibt es das Gefühl von Überfüllung und Verstopfung?
00:23:25: Und so ein bisschen so eine Enge auf der Brust, wo sie denken oh Gott wenn ich in diesen Raum komme dann habe ich schon irgendwie Druckgefühl.
00:23:33: Also das richtige Maß für Sie ist die entscheidende Frage bei der Menge der Dinge.
00:23:41: Ich bin in den letzten Jahren zweimal umgezogen und jedes Mal musste ich mich von der Hälfte der Dinge, die ich hatte verabschieden.
00:23:51: Und ich lebe im Sommer, zusammen mit meiner Frau in einem kleinen Gartenhaus auf twenty- vier Quadratmetern.
00:23:57: Das heißt wir haben uns daran gewöhnt dass wir wenig Dinge brauchen, wenig Dinge haben und das finde ich als Erleichterung.
00:24:05: Ja.
00:24:06: Und deshalb die Frage an Sie Wie lernt man im Leben auszumisten?
00:24:14: Gibt es da irgendwelche Hinweise, Ratschläge?
00:24:17: wie geht so was?
00:24:18: Ja, auch das ist natürlich individuell.
00:24:21: Aber ich kann so vielleicht mal einen Prozess schildern wie es gehen kann als Inspiration für die Menschen, die zuhören.
00:24:28: Also man kann dieses Ausmisten nicht nebenbei machen also nach acht Stunden Arbeit und zwei Kinder ins Bett gebracht dann noch ausmisten.
00:24:39: Man muss sich extra Zeit dafür nehmen mal durch seine Wohnung gehen am Anfang und sagen, was möchte ich denn eigentlich alles ausmisten?
00:24:51: Was möchte ich loslassen.
00:24:53: Und dann sind es vielleicht die Schuhe der Papierkramen, der sich angehäuft hat.
00:24:58: Dann sind das vielleicht Medikamente, die ich mir mal anschauen will oder mein Kleiderschrank Die Inhalte daraus Oder oder was auch immer.
00:25:07: Sie machen mal eine Liste.
00:25:09: Was möchten sie ausmessen?
00:25:11: Und dann geben sie all diesen Kategorien, eine Zeiteinheit.
00:25:17: Also zum Beispiel Bücher.
00:25:19: da brauche ich bestimmt mal zehn Stunden meine Vorräte schaffe vielleicht in zwei bis drei und meine Schulschulsammlung.
00:25:27: Ich bin Schufetischist das dauert richtig lange.
00:25:32: ja.
00:25:32: also dann haben Sie eine Liste mit den Dingen die sie angehen wollen und daneben stehen die Zeiten die sie ungefähr eingeschätzt haben.
00:25:41: Nehmen wir mal an, Herr Krüger.
00:25:43: Sie kommen am Ende auf
00:25:45: erschreckende
00:25:46: fünfundfünfzig Stunden.
00:25:49: So und jetzt fragen sie sich wie kriege ich diese Zeit überhaupt in meinen Alltag?
00:25:56: Und da rate ich dazu es regelmäßig zu machen und nicht eben wie sagte abends um neun damit anzufangen sondern zum Beispiel zu sagen Ich nehme zwei Samstag im Monat fünf Stunden.
00:26:11: Das heißt, ich träume... Ich zwitme mich diesen Thema zehn Stunden im Monat.
00:26:18: Dann können Sie relativ leicht ausrechnen auf was sie kommen wenn sie auf fünfundfünfzig Stunden bei ihrer Zählung gekommen sind nämlich auch fünf und halb Monate.
00:26:27: Und dazu ermutige ich stark weil es ... Sie müssen sich vorstellen wie lange habe ich gebraucht um all das anzuhäufen?
00:26:40: dann darf ich auch vier, fünf oder noch längere Monate brauchen um es wieder loszulassen und um diesen Prozess auch nicht noch als zusätzlichen Rucksack in meinem Alltagsstress zu tragen sondern zu sagen Ich reserviere mir zwei mal fünf Stunden im Monat also als Beispiel.
00:27:00: Das heißt die Stellen mit diesem Prozess das kann auch richtig Spaß machen.
00:27:06: Plötzlich habe ich wieder Platz in meinem Schuhschrank, plötzlich sehe ich alles was ich überhaupt im Kleiderschrank habe.
00:27:13: Ich sehe überhaupt mal wieder was ich besitze und es kann aber auch sehr schmerzhaft sein!
00:27:21: Es ist nicht immer ein Spaziergang.
00:27:23: Es kann auch sein sich von etwas zu trennen womit man emotional vielleicht verbunden ist, aber nicht positiv emotional sondern mit etwas was einem eigentlich was einen zum Beispiel an jemanden erinnert, der einem nicht gut getan hat.
00:27:40: Das kann auch ein Schmerz auf dem Prozess sein!
00:27:43: Und dann ist die entscheidende Frage – das werde ich immer wieder sagen – ja es fällt mir so schwer weil ich will ja die Dinge nicht in den Müll werfen und sage immer um Gottes Willen nicht in Den Müll Werfen.
00:27:56: Es ist nicht nachhaltig und es erschwert dass loslassen total.
00:28:01: Wenn ich aber die Dinge weitergebe, wenn ich sie verschenke.
00:28:05: Wenn ich sie spende manchmal auch verkaufe Aber im Verkaufen liegt auch noch mal eine Falle weil das oft sehr aufwendig ist und sich ja einfach da kann Ich nachher vielleicht noch was dazu sagen.
00:28:19: Und wenn ich mir dann vorstelle.
00:28:21: okay super Das Geschirr von Tante Erna brauche ich nicht Aber ich weiß es kommt jetzt in gute Hände wenn ich es einem gebraucht war ein Kaufhaus spenden.
00:28:31: Also, diese Dinge gehen in die Welt und sie freuen noch andere Menschen.
00:28:36: Das hilft total beim Loslassen!
00:28:39: Und dieser Fokus, dieses Konzentrierte... Ich kümmere mich nur mal um eine Kategorie.
00:28:46: Wenn ich die fertig habe mache ich meinen Haken dran und das macht mich auch zufrieden.
00:28:50: Dann kommen Sie raus aus diesem... Ich räume hier ein bisschen, ich räume da ein bisschen.
00:28:55: Hier bleibt was, hier bleibt was und da sind überall offene Enden.
00:29:00: Ich rate
00:29:00: dazu.
00:29:01: Nehmen Sie sich ein Umzugskarton, tun sie da alles rein was noch gut ist und was Sie weitergeben wollen und bringen Sie am Ende einer solchen Aussortier-Session gleich alles zu dem karitativen Ort oder den gebrauchtbaren Kaufhaus in Ihrer Nähe was Sie kurz vorher im Internet recherchiert haben, wo das ist und damit verlassen diese Dinge ihr Zuhause.
00:29:30: Und sie werden sehen – und Sie haben es ja selber auch schon gesagt gerade bei Ihrem Beispiel Es fühlt sich so viel leichter
00:29:37: an!
00:29:38: Es fühlte sich so geklärt an und es fühlt dich so gut an.
00:29:42: aber bringen Sie sich nicht um dieses Gefühl wenn Sie und lassen Sie die Dingen noch drei schwere Wochen erdenschwer da stehen sondern Nehmen Sie sich innerhalb dieser fünf Stunden, wenn ich das als Beispiel nennen darf.
00:29:57: Nehmen sie sich die letzte halbe Stunde und bringen Sie es auch weg!
00:30:01: Weil Sie sich sonst selber um das wirkliche tiefe Befreiungserlebnis bringen.
00:30:08: Also das heißt Ich mache meine Arbeit auch deshalb so gerne.
00:30:11: Ich liebe meine Arbeit weil ich immer wieder Zeugen sein darf von Befreiungprozessen Und das sind nicht nur Befreiungen Prozesse von Dingen sondern eben auch von viel mehr.
00:30:25: Das klingt danach, dass wir zum einen uns mit den Dingen auseinandersetzen müssen auf welche Geschichte sie haben und inwiefern wir loslassen können?
00:30:33: Und dann brauchen wir am Ende auch eine gewisse Entschlossenheit das wir wirklich die Dinge weggeben können.
00:30:40: Ja und bitte zwingen Sie sich zu nichts!
00:30:44: Also seien Sie schon fokussiert und seien sie beherzt.
00:30:48: aber wenn es ganz schwer wird... Mein Mann ist vor drei Jahren gestorben und ich kann einfach seine Anzüge noch nicht ergeben, dann tun sie es auch nicht.
00:30:59: Es wird der Moment kommen wo's ihn leichter fällt.
00:31:03: Zwingen Sie sich zu nichts aber stellen Sie sich vor ah wen können wer hat denn die ähnliche Schuhgröße?
00:31:09: Wen könnten denn diese wunderbaren Schulen noch erfreuen?
00:31:12: ja also das hilft beim Loslassen Und wenn man sich nicht entscheiden kann machen einen kleinen, der muss klein bleiben.
00:31:24: Weil sonst wird er der Haufen der nicht getroffenen Entscheidungen.
00:31:28: Sie dürfen auch ein Fragezeichenkiste machen, Fragezeichendbox wo Sachen drin sind, wo sie sich gerade in dem Moment nicht entscheiden können.
00:31:38: und nehmen Sie das was da drinnen ist quasi auf Wiedervorlage für den übernächsten Samstag.
00:31:45: Und dann gucken Sie es nochmal an und ich habe noch nicht tiefen ergründet, woran das liegt.
00:31:50: Dass man
00:31:51: einem Tag
00:31:52: ganz gut entscheiden kann und am anderen noch nicht so gut.
00:31:56: aber in dem Moment wo sie sich nochmal anschauen hat sich möglicherweise diese Schwere mit der sie am Anfang vielleicht konfrontiert waren und dieses Oh Gott!
00:32:07: Das kann ich nicht!
00:32:08: Das hat sich vielleicht innerhalb von zwei Wochen verändert und dann treffen wir die Entscheidung.
00:32:13: Also die Vertagen ist jetzt nicht auf ewig.
00:32:19: Weil dann passiert das, ich stelle es erst mal in den Keller und auf den Dachboden.
00:32:26: Und das sind ja oft die Orte der ungeklärten Entscheidungen.
00:32:33: Wir haben und Herren, ich hoffe Ihnen gefällt unser Podcast.
00:32:36: Und dann habe ich einen großen Wunsch bitte abonnieren Sie uns!
00:32:40: Wir investieren sehr viel Arbeit in die Vorbereitung dieser Podcasts.
00:32:44: Wir suchen uns interessante Themen dazu dann die passenden Experten.
00:32:48: wir lesen sehr viel wir bereiten die Gespräche vor die wir hinterher noch schneiden müssen.
00:32:54: das ist teilweise eine wochenlange Vorbereitung und es wäre für uns eine große Unterstützung wenn sie uns abonnieren damit wir auch in Zukunft interessante Podcast anbieten können.
00:33:06: Herzlichen Dank!
00:33:07: Es gab meinem Leben manchmal oder häufig eine Stimmung, wo es mir leichter viel Dinge auch wegzugeben und das war meistens wenn ich eine neue Zukunft hatte also immer dann wenn ich im Beruf einen ganz anderen Schritt machte oder wenn ich umgezogen bin oder eine neue Partnerschaft hatte Eine neue Perspektive in meinem Leben hatte, konnte ich mich von alten Dingen verabschieden.
00:33:35: Ja und das hat eben mit diesen inneren Prozessen zu tun.
00:33:38: Sie konnten sich verabsieden weil was Neues hat schon auf sie gewartet.
00:33:42: ein neuer Raum ist schon aufgegangen Und das waren jetzt Momente.
00:33:46: da hatten sie quasi schon die Entscheidung getroffen für den neuen Job Für die neue Partnerin.
00:33:53: Aber es funktioniert auch so selbst wenn es noch keine so konkrete Perspektiven gibt eines Umzugs oder einer neuen Partnerschaft, kann dieser klärende Prozess dazu führen dass ein innerer Raum aufgeht und plötzlich kommt man auf eine neue Idee die vorher wie so überlagert war oder so besetzt war.
00:34:18: Also ich bin immer wieder erstaunt was da alles noch passiert außer das es im Außen ordentlicher wird.
00:34:28: Also dass man sich plötzlich auch bewusst wird, warum habe ich eigentlich so viele Termine für mich aber trotzdem innerlich leer?
00:34:38: Warum mache ich eigentlich immer noch diesen ungeliebten Job?
00:34:41: und es ist ein Klärungsprozess.
00:34:44: Und der umgreift tatsächlich sehr, sehr viele Fragestellungen und immer im Zentrum die Frage Wo stehe ich, wo will ich hin?
00:34:56: Was will ich nicht mehr und was will ich
00:34:58: loslassen?".
00:35:00: Also man könnte sagen wenn man damit anfängt dann wird man irgendwann beginnen insgesamt in seinem Leben nachzudenken und aufzuräumen.
00:35:10: Ja es ist ein inneres Aufräumen und es sind Fragen von tatsächlich welchen Dingen Und welche Aufgaben will ich meine Aufmerksamkeit widmen und welchen nicht?
00:35:29: Was tut mir gut, was tut mir eigentlich nicht gut.
00:35:34: Also ja... Ich habe eine junge Frau begleitet zum Beispiel, die war Mitte zwanzig hat sich sehr geschämt für ihre Unordnung, hat viele Jahre niemanden in ihrer Wohnung gelassen selbst Ein Heizungsmontör nicht.
00:35:54: Sie hat mehrere Jahre mit einem kalten Babelzimmer gelebt, weil sie sich so reschämt hatte jemanden in ihrer Wohnung zu lassen.
00:36:01: Hatte sich dann tatsächlich durchgerungen dass ich diese Person sein darf die da über die Schwelle kommt.
00:36:07: also es macht diesen ganz das ganze Thema auf Unordnung und Charme.
00:36:11: Wir schämen uns und Charm ist ja eines der mächtigsten Gefühle überhaupt.
00:36:17: Und als wir dann zusammen gearbeitet haben habe ich sie gefragt was wünschen sie sich?
00:36:21: Was wünschen Sie sich?
00:36:22: Der hat gesagt, also ich wünsche mir dass ich zu meinem Geburtstag im Dreivierteljahr wieder meine Freundinnen oder meine Kolleginnen einladen kann und endlich mal wieder für sie kochen kann.
00:36:36: Das war ihr Ziel!
00:36:38: Wir haben dann tatsächlich jeden Monat uns zweimal getroffen für drei Stunden, haben zusammen alles in die Ordnung gebracht, die sie sich wünschte Und am Ende, im Dezember als sie dann Geburtstag hatte, konnte sie tatsächlich das was sie sich so sehr gewünscht hatte.
00:36:59: Konnte Sie tatsächlich einlösen und ihre Kolleginnen einladen?
00:37:03: Ich habe ihr dann geschrieben und hab die Glückwunsch zu ihrem Geburtstag und sie hat dann zurückgeschrieben und gesagt ich habe mich in meinem Leben und in meiner Wohnung noch nie sowohl geführt wie jetzt.
00:37:16: aber man muss dazu sagen es hat viele Jahre mit großem Leidensdruck anders gelebt, also sehr zurückgezogen und voller Scham.
00:37:31: Wenn Sie jemanden erleben der so große Probleme mit der Ordnung hat und sie helfen dem ist es so dass sie dann im Laufe der Gespräche auch viele Krisen mitbekommen wo der Betreffende Ihnen erzählt, wie Partnerschaften auseinandergegangen sind.
00:37:48: Wo Selbstwertkrisen sind und wo Sie merken dass das Thema Ordnung auch mit diesen ganzen Krisen miteinander verbunden ist?
00:37:57: Immer!
00:37:58: Immer!
00:38:00: Also... Ich steige sehr tief in das Leben dieser Menschen ein.
00:38:05: Ich bin absolut vertrauensvoll, also das geht nicht nach draußen.
00:38:09: Ich habe quasi das was man einen Arztgeheimnis nennt mir selber auferlegt.
00:38:13: ich erzähle niemandem davon.
00:38:14: es ist ein absolut geschützter Raum und alles kommt hervor.
00:38:20: Es kommt oder vieles kommt her vor.
00:38:22: Also wir finden die Briefe der großen Liebe die aber nicht mehr am leben ist.
00:38:31: jemand kann sein Nachtkästchen nicht öffnen, mehrere Jahren nicht.
00:38:36: Weil da liegen die Zettel drin, in dem Fall war es eine Frau, ihr verstorbener Mann, ihr immer morgens auf den Frühstückstift gelegt hat mit schönen Sprüchen.
00:38:47: Die liegen in diesen Kästchen und sie können das nicht öffen.
00:38:52: Das sind so emotionale Momente.
00:38:58: Was ist eigentlich mit diesem Teppich?
00:39:00: Und die Dame, die ich begleitet habe, sagt, oh, die Teppicht.
00:39:03: Ganz schwieriges Thema!
00:39:05: Den hab' ich von meiner Mutter, aber ich hab meine Mutter gehasst.
00:39:09: Dann sage ich, warum leben Sie denn dann mit dem Teppig Ihrer
00:39:12: Mutter?!
00:39:13: Und dann erzählt sie mir die Geschichte was da alles so passiert ist und am Ende rollen wir den Teppi zusammen und tragen ihn gemeinsam raus.
00:39:25: Und dann können sie sich als Psychologe-Herr Kröger vorstellen Was das mit diesen Menschen macht.
00:39:30: Und ich habe oft Momente, wo jemand weint oder wo jemand ganz tief in etwas hinein steigt was schon irgendwie verborgen war aber was dann wie nochmal hervorkommt und dann über die Dinge eben auch gehen darf.
00:39:50: Sie haben in dem Buch eine Aussage Die Dinge brauchen eine Heimat Und das verstehe ich im Runde gut.
00:39:57: Ich habe zum Beispiel bei uns im Gartenhaus gibt es eine Werkzeugkammer und da sind natürlich alle Werkzeuge, alle Zangen
00:40:08: z.B.,
00:40:08: die hängen dann so nebeneinander und die Dinge brauchen eine bestimmte Ordnung.
00:40:12: aber was meinten Sie mit diesem Satz?
00:40:14: Die Dinge brauchen ein Heimat.
00:40:17: damit meine ich dass wenn man die Dinge dort wo man sie braucht also ihr Werkzeug in der Werkstatt die Küchengerätschaften in der Küche.
00:40:28: Die Vorräte auf einen Blick, also wenn Sie eine gute Heimat haben in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus und mit Heimat meine ich da wohnen sie es gibt nicht fünf Plätze wo sie wohnnen sondern es gibt diesen einen Platz wo sie verstaut sind dann ist das immer viel einfacher die Dinge auch zurückzulegen an ihren Heimatplatz.
00:40:51: Das meine ich damit.
00:40:55: Ja, also das ist natürlich die Voraussetzung.
00:40:59: Ist das was ich am Akku-Fohlen beschrieben habe mit diesem Substraktionsprozess?
00:41:03: Wenn ich plötzlich merke ah!
00:41:04: Ich gehe durch meine Wohnung und ich merke ich hab tatsächlich zwölf Tesaabroller Brauche ich die?
00:41:10: nein brauche ich nicht Und dann habe ich vielleicht am Ende des Prozesses nur noch zwei und die sind in meiner Küche und in meinem Arbeitszimmer verstaut und da brauche sie und sonst brauche das Substrat der Dinge dann an die guten passenden Orte zu bringen und zu verstauen.
00:41:29: Und das bringt auch einen großen Einfluss auf die alltägliche Ordnung, weil wenn ich weiß wo es ist und wenn ich's gut greifen kann, dann kann ichs auch gut zurückräumen!
00:41:43: Ich wollte noch was sagen zu dem, was Sie vorhin meinten mit diesem leichtem Gepäck durchs Leben gehen?
00:41:48: Weil das ist so ein schönes Bild dass wir Wir haben einen Rucksack, wir reisen sechs Wochen durch ein Land und uns fehlt überhaupt nichts Dingliches.
00:41:59: Warum ist das so?
00:42:01: Weil wir ganz vieles erleben!
00:42:05: Und weil das Erleben soviel mehr mit uns macht als das Besitzen von Dingen.
00:42:12: Also ist es vielleicht viel schöner anstatt jemandem den Fünfzehnten Kerzenständer zu schenken, ihm ein Picknick zu schenkten wo wir gemeinsam auf einer Sommerwiese sitzen.
00:42:29: Wir erleben etwas!
00:42:32: Also das ist zum Beispiel... Da habe ich richtig so wie man unschwer merken kann so einen inneren Auftrag dass ich denke Leute nehmt doch mal wenn ihr was schenkt und wollt nehmts und schenckt.
00:42:45: Erfahrung Schenkt Erlebnis aber schenke nicht immer nur Dinge.
00:42:53: Da kann ich Sie sehr unterstützen, da bin ich der gleichen Meinung und ich merke das je älter ich werde habe ich das Gefühl an materiellen Dingen hab' ich eigentlich alles.
00:43:05: Das was wir im Leben brauchen sind Begegnungen ist mit Unteranerkennung es Verständnis.
00:43:11: aber wie sie sagen wir brauchen Erlebnisse.
00:43:14: Erlebnisse und das gesehen werden, dass in Begegen in Kommunikation sein etwas Schönes Gemeinsames erfahren.
00:43:22: Aber wie Sie sagen die meisten von uns haben im Dinglichen Sinne viel und manchmal auch zuviel.
00:43:31: Und ich würde trotzdem nie sagen Das ist ja ein Luxusproblem was wir hier verhandeln.
00:43:36: Nee es ist kein Luxus Problem.
00:43:39: Auch Menschen mit wenig haben oft zu viel zu viel unausgepacktes bei Aldi gekauft oder zuviel angenommen von den Geschenktüten der Nachbarn, nach dem Motto du kannst es ja noch gebrauchen.
00:43:55: Es ist kein Luxusproblem und es geht nicht nicht nicht um Selbstperfektionierung!
00:44:04: Es geht nicht um selbst Optimierung.
00:44:07: ich muss nur noch ordentlicher sein und dann bin Ich muss nur noch fünf Kilo abnehmen, und dann bin ich richtig.
00:44:15: Ne!
00:44:15: Es geht tatsächlich um Selbstermächtigung.
00:44:20: Davon bin ich absolut überzeugt.
00:44:22: also wirklich bei sich zu sein und zu fragen was sind meine tiefen Bedürfnisse?
00:44:28: Und was sind sie nicht?
00:44:31: Also mein Ahn, es geht Ihnen nicht nur um das Aufräumen sondern im Grunde geht es auch darum die eigene Mitte zu finden in Leben, die eigenen Ziele, die eigene Selbstachtung Und wer das im Grunde hat, findet seinen Weg zum Aufräumen.
00:44:47: Ja, das ist kein Automatismus aber wenn man sich anfängt den Dingen zu widmen dann kauchen diese Fragen automatisch aus meiner Erfahrung auf und wenn man die nicht beantwortet dann bleibt es tatsächlich in puncto Ordnung beim oberflächlichen Prozess und es geht auch bald wieder in die Unordnung weil man es für sich nicht ergründet hat.
00:45:12: Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig.
00:45:14: Und auch noch mal wichtig also für meine Arbeit ist dieses Wie gehe ich um mit dem was mir die Generationen vor mir so alles mit auf den Weg gegeben haben?
00:45:26: Ist auch eine ganz wichtige Frage zum Beispiel beim Thema schonen.
00:45:31: Ja unsere also meine Eltern kriegsgeneration Die haben die Dinge geschont.
00:45:39: da wurde Das Wohnzimmer nur irgendwie am Wochenende benutzt.
00:45:44: Da wurde die schöne Tischwäsche für dreimal Feste im Jahr geschont, da wurde der Anzug geschont und das Sofa geschont.
00:45:54: Das war für diese Generation stimmig passend richtig adäquat weil es gab wenig.
00:46:02: Heute zu sagen ich schone etwas wo die Dinge so dermaßen im Überfluss habe.
00:46:09: Ich trinke vielleicht meinen Tee noch aus einer angeschlagenen Tasse, aber das schönste Geschirr im Schrank würde ich dann schon ermutigen und würde sagen versuchen Sie es doch mal mit dem schönen Geschirren!
00:46:22: Wenn dann jemand sagt ja aber das könnte kaputt gehen, dann sage ich aber wofür wollen sie's schon?
00:46:26: Wann wollen sie denn
00:46:27: benutzen?!
00:46:28: Und ihre Kinder, ob die das dann übernehmen?
00:46:31: Ob sie das wollen oder sich freuen über dieses Erbe ist noch die nächste Frage.
00:46:35: Also deswegen heißt ja das was ich mache auch schönste Ordnung weil ich immer auch wirklich ermutigen will machen Sie es sich in Ihren Räumen, in Ihrem Haus so schön wie möglich und das ist nicht meine Ästhetik sondern es geht nicht um meine Äthetik.
00:46:53: Es geht darum dass für diese Person Schönste zu finden Und tatsächlich, es sich im Kleinen schön zu machen.
00:47:01: Und das glaube ich auch noch ganz wichtig ist... Die Welt ist im Moment in großem Chaos und nicht nur im Chaos.
00:47:12: Da draußen ist ganz viel Angst, da draußen is ganz viel Unmacht!
00:47:18: Und wirklich ist es sowohl politisch als auch ökologisch.
00:47:22: Es ist also auch im Hinblick auf die Ja, das globale der Welt.
00:47:29: Wir verstehen so vieles nicht mehr und umso wichtiger finde ich dass wir in den Bereichen wo wir tatsächlich gut für uns sorgen können Das auch tun weil das ist ja unsere Kraftquelle.
00:47:42: unser Zuhause Ist das wo wir uns geschützt fühlen?
00:47:45: Wo wir uns Gut fühlen soll damit wir das da draußen irgendwie besser aushalten.
00:47:54: Scheuklappen und Cocooning.
00:47:56: Und ich kümmere mich nur noch um meine kleine Welt, das will ich damit nicht sagen.
00:48:01: Sondern ich lasse... Ich versuche einen Ort zu gestalten und zu schaffen in meinem Zuhause der mir Kraft gibt und nicht mehr Kraft
00:48:10: nimmt.".
00:48:13: Sie haben in dem Buch die wunderbare These gewissenhafte Menschen mit einem Ordnungssinn sind erfolgreicher.
00:48:28: Ich habe im ersten Moment dem sehr zugestimmt und habe gedacht, ich frag sie mal danach.
00:48:33: Weil andere kommen könnten und sagen könnten ja es kommt doch im Wesentlichen auf Kreativität an oder auf Entschlossenheit.
00:48:39: Warum ist Iris Achtens der Ordnungssinn für unser Leben so wichtig?
00:48:45: Weil er uns eine Struktur gibt und weil er uns Prioritäten sehen lässt.
00:48:51: also wir gekommen nicht in diese Unruhige Gemengelage, wo alles gleichzeitig da ist.
00:48:58: Sondern wir lernen ja nicht nur eine Wohnung zu strukturieren sondern auch Abläufe Gewohnheiten Projekte.
00:49:08: Wir lernen Struktur.
00:49:10: Ich glaube dass uns das hilft wenn wir Zeiten gut einschätzen können.
00:49:16: Ja Wenn wir wissen Das braucht so lange es ist immer dieses okay ich will eigentlich gar nicht in Stress kommen, dann muss sich das gut planen.
00:49:26: Es gibt eine Verwechslung, dass jemand sagt ja aber wenn ich nur noch plane, dann lebe ich ja gar nicht mehr?
00:49:31: Das glaube ich nicht!
00:49:32: Ich habe, wenn man einen Tag gut strukturiert, dann kann man sich da Freiräume strukturieren, wo man einfach mal nur spazieren geht aus dem Fenster guckt oder ein Buch liest.
00:49:43: Aber wenn alles immer gleichzeitig ist und da muss ich den noch anrufen, da muss da ist, ich bin ein großer Verfechter von Tudulisten.
00:49:56: Dann hilft es mir nicht wirklich mich zu entspannen sondern dann habe ich immer voller
00:50:01: Aufträge.".
00:50:04: Sie haben ja gerade über Routinen gesprochen.
00:50:07: sind sie der Meinung oder würden sie auch bestimmte Routienen empfehlen?
00:50:12: Ich räume zum Beispiel jeden Tag etwas auf.
00:50:15: finden gut oder sollten wir das eher spontan, je nachdem wie das Leben so ist und was erforderlich es dann tun?
00:50:24: Es gibt Routinen die sind meiner Ansicht nach wichtig.
00:50:27: Die muss man für den jeweiligen Menschen dann finden.
00:50:30: also zum Beispiel wenn jemand sagt mich nervt total diese Kleiderberge im Schlafzimmer oder mich nerven meine Papierstapel wo ich nichts mehr finde ja dann würde ich sagen lassen sie uns eine Routine entwickeln wie man so ein Kleiderstapel verhindern kann.
00:50:46: Das ist die Routine beim Ausziehen.
00:50:49: Sachen kommen in die Wäsche, Sachen kommen zurück in den Schrank.
00:50:51: Wenn jemand sagt okay ich weiß nicht wohin mit meiner Post Die lege ich immer erst mal irgendwo in die Küche Dann würde ich sagen Okay wenn es sie stört dann fragen Sie mich dann entwickeln wir eine Routine wie man das verändern kann.
00:51:07: Also Routinen Die müssen auch, ich würde da auch nicht schematisch vorgehen und sagen es muss immer eine Morgenroutine geben oder es muss mal eine Abendroutine.
00:51:18: Im Buch mache ich das ja so dass ich sage, da gibt's ja so Checklisten und Fragebögen wo jeder für sich selber beantworten kann welche aus meiner Sicht unguten Routinen möchte ich ändern?
00:51:30: Welche Gewohnheiten möchte ich in gute Routienen überführen?
00:51:34: Das ist auch eine Selbstbefragung.
00:51:36: Was nervt mich an meinem eigenen täglichen Unordnungsverhalten.
00:51:41: und was möchte ich verändern?
00:51:43: Verändern kann man viel, aber bitte nicht zu schnell!
00:51:46: Also jetzt nicht zehn Unordnisgewohnheiten identifizieren und sagen die ändere ich jetzt alle sofort sondern lieber zu sagen Ich fange mal mit einer an dass sich meine Tasche immer an eine bestimmte Stelle stelle oder dass ich meinen Portmann nie immer an eine bestimmte Stelle lege.
00:52:04: und wenn sich das eingehübt hat, dann kann ich mich sozusagen der nächsten möglichen neuen Routine widmen.
00:52:15: Wir haben ja alle ganz bestimmte Einstellungen zum Thema Ordnung und auch zum Thema Putzen in unserem Elternhaus erlebt.
00:52:24: Ich kenne es noch von meiner Mutter her, dass man vor allem richtig aufgeräumt hat alles schön gemacht hat, wenn Besuch kam.
00:52:32: Und besonders schlimm war es zu Weihnachten, weil vierzehn Tage vorher wurden die Vorhänge gewaschen.
00:52:39: Wurde aufgeräumt wurde geputzt.
00:52:41: aber man hat das nicht für sich gemacht sondern immer mit dem Blick was sagen die anderen wenn sie in die Wohnung kommen?
00:52:47: und dass hat mich ehrlich gestanden eher im Elternhaus verschreckt auch die Perfektionsansprüche dies dann hatte.
00:52:57: Und ich habe lange Zeit, als ich dann jung war und ausgezogen war, gebraucht um meine eigenen Vorstellungen zu entwickeln.
00:53:05: Weil das erste Mal ein inneres Nein sagen und es brauchte eine ganze Weile bevor ich dann überhaupt mal so meine eigenen vorstellung und meinung und Einstellung dann finden konnte.
00:53:19: Das kann ich gut nachvollziehen.
00:53:20: Sie haben Ordnung als etwas sehr direktives erlebt?
00:53:25: Das muss jetzt gemacht werden, das muss jetzt machen.
00:53:28: Und sie haben es erlebt als etwas was ihre Mutter oder ihre Eltern nicht in erster Linie für sich gemacht haben sondern für den Besuch.
00:53:36: Es soll alles perfekt aussehen.
00:53:40: Das heißt die haben nicht nach ihren eigenen Bedürfnissen gefragt... Habe ich eigentlich wirklich das Bedürfnis jetzt, die Gardinen zu waschen fünf Tage vor Weihnachten?
00:53:50: Oder mache ich so.
00:53:51: Das war nicht die Frage sondern es sollte sowie der Garten sollte ganz ordentlich sein.
00:53:54: alles sollte ganz ordenlich sein Ja und sie mussten quasi erst lernen wie Sie es beschreiben Und es geht sehr sehr vielen Menschen so dass für sie passende zu finden.
00:54:06: Das eine haben sie aus nachvollziehbaren Gründen abgelehnt.
00:54:10: Dieses ist ja der Wahnsinn, was da veranstaltet wird kurz vorm Familienfest und das heißt aber wenn man das Eine ablehnt dann weiß man noch nicht genau so richtig sofort was für einen selbst
00:54:22: passt.
00:54:22: Die schreiben in dem Buch dass es verschiedene Übungen gibt.
00:54:26: Es gibt eine Übung zum Beispiel wo man sich vorstellt ein aufgeräumtes Leben zu haben.
00:54:34: Was macht das dann mit den Betreffenden, wenn sie sich das vorstellen?
00:54:41: Es gibt innerhalb des Prozesses auch so richtige Täler.
00:54:45: Ich kann nicht mehr... Das hat alles keinen Sinn!
00:54:48: Ich schaffe das sowieso nicht.
00:54:50: Die Eiger-Nordwand ist zu hoch und so.
00:54:52: Und wenn man sich dann vorstellt die aufgeräumt, also die sozusagen alles ist am richtigen Platz, alles ist geordnet ich weiß was ich habe Und ich habe nicht zu viel.
00:55:04: Wenn man sich das quasi so als visualisiert, dann hilft es über diese Wegstrecke zu kommen wo einem plötzlich der Mut oder die Kraft verlässt.
00:55:18: Es ist eine Visualisierungsübung.
00:55:22: Ja und dieses Gefühl Oh Gott!
00:55:27: Ich stehe vor einer riesigen Wand überhaupt nicht, wie das gehen soll.
00:55:34: Das geht tatsächlich nur in Etappen.
00:55:37: also insofern ist dieser Vergleich mit der Bergwanderung ganz gut weil man wenn man immer nur auf den Gipfel schaut und immer nur sagt oh Gott dass das ist zu hoch das schaffe ich nicht die Kondition habe ich nicht das geht alles nicht.
00:55:52: dann ist man sofort in so einem resignativen frustrierten Momentum steuere die nächste Hütte an.
00:56:02: Also meine nächste Etappe am Samstag, die fünf Stunden, dann geht man zur nächsten Hüte hat das geschafft, ruht sich aus und macht das Nächste.
00:56:14: Man geht quasi von Hüttes zu Hütten und selbst da kann es eben auch mal richtig steil werden damit mal nicht richtig schwer werden und richtig schmerzhaft Ja, also das verspreche ich meinen Kunden eigentlich nie, dass es nur ein Spaziergang wird.
00:56:34: Aber ich versprech... Also das heißt versprechen nicht!
00:56:36: Ich versuche ihn schon zu vermitteln, dass sich da bin, dass ich ihm helfe und dass auch kontinuierlich da bin wenn sie bei den ersten Hütten halt eine Bergführerin brauchen.
00:56:52: Das heißt die Beratung, die Sie machen und die Begleitung.
00:56:56: Die kann durchaus auch über ein sehr langen Zeitraum hinweg gehen?
00:57:01: Ja also es ist ganz ganz unterschiedlich.
00:57:04: manchmal komme ich zu einer Familie Und wir arbeiten zwei Tage miteinander zweimal sechs zweimal sieben Stunden und Ganz ganz viel klärt sich und der Plan wie sie weiter vorgehen werden und so weiter ist alles besprochen.
00:57:19: dann gibt es Menschen.
00:57:21: Ich berate jetzt zum Beispiel auch Menschen, die einen Partner verloren haben und von einer großen Wohnung eine kleine ziehen wollen.
00:57:30: Und die vollkommen überfordert sind mit diesem Prozess.
00:57:36: Dann begleite ich jemanden schon mal ein Jahr oder länger?
00:57:41: Ich habe eine Familie begleitet hier in München mit drei Kindern.
00:57:44: Da haben wir eine riesige Raage vollzogen innerhalb des Hauses, die habe ich zwei Jahre begleitet ungefähr einmal im Monat.
00:57:53: und es gibt auch die Möglichkeit dass sich erst mal vor Ort bin und das man dann online Termine macht und sagt ich brauche sie nochmal für eine spezielle Frage.
00:58:02: Ich brauche Sie noch mal bei der Frage mit den Erinnerungen oder wie gehe ich mit den Fotos um?
00:58:09: Also das ist sehr, sehr individuell.
00:58:12: Aber es gibt Menschen die ich tatsächlich lange begleite.
00:58:15: Ich habe jetzt gerade eine sehr liebe Siebenundachtzigjährige begleitet bei dem Auszug aus ihrer Wohnung hier in München und sie ist jetzt grade in ein kleines Häuschen gezogen in die Nähe ihrer Kinder.
00:58:29: also ja... Zum Beispiel bei Erbschaften, das mache ich ja auch also ungefähr ein Drittel aller Anfragen die ich habe drehen sich um Erbschafften.
00:58:40: Ich hab einen Haus geerbt mit all dem Inhalt.
00:58:43: wie gehe ich überhaupt vor?
00:58:44: Wie mach' ich das?
00:58:46: Wie kann ich das Substrat bilden der Dinge die dann auch in meine Wohnung passen Also diesen integrativen Prozess zu vollziehen?
00:58:54: was muss aus der eigenen Wohnung raus damit der tolle Sekretär der Urgroßmutter da stehen kann?
00:59:01: Das sind oft längere Prozesse und es ist natürlich auch komplexe Prozisse, wenn es um Familien geht.
00:59:11: Sie haben in dem Buch die Aussage dass wir uns innerlich gegen den Sinn für Ordnung wehren Wenn wir dazu gezwungen werden Und das ist sehr nachvollziehbar.
00:59:22: Es ist ja fast eine Frage der eigenen Identität des eigenen Überlebens Dass ich nicht gezogen werden möchte und im Grunde oft sogar das Gegenteil dann tue.
00:59:34: Wie können Sie diese Blockade, die es dann gibt?
00:59:40: Die müsste man ja auflösen können.
00:59:43: Ja, es gibt ja mehrere Blockaden.
00:59:46: Das eine ist was sie richtig sagen Herr Krüger ordnen kann man nicht verordnen da macht jemand zu Das ist das, was wir als Kinder vielleicht, wenn wir trotzig geworden sind, räumt ein Zimmer auf und wir haben es nicht gemacht.
00:59:59: Und diesen Mechanismus tragen wir noch in unserer wachsenden Alter hinein und sagen da will mir jemand etwas verorten – auch gar keinen Fall!
01:00:10: Also wenn so etwas passiert dann spreche ich mit einem Menschen darüber woher der Trotz kommt, woher die Weigerung kommt.
01:00:18: aber ich spreche natürlich gleichzeitig auch über Überwindung von solchen Gefühlen.
01:00:24: Aber man muss sie erstmal wie verstehen, man muss erst mal verorten.
01:00:27: wo kommen Sie denn überhaupt her?
01:00:29: Dann gibt es die Blockade.
01:00:32: das kann ich noch einmal gebrauchen Das ist der total.
01:00:38: Also das führt ja dazu das kann nicht nochmal Gebrauchen dann kann ich gar nichts weggeben weil Ich könnte.
01:00:47: ja wenn ich dreihundertfünfundzwanzig Kohlschreiber besitze kann ich auch den Dreihundertfünfundsumsichsten irgendwann noch mal gebrauchen.
01:00:56: Und da hilft Rechnen.
01:00:58: Rechnend hilft, zu sagen wie viel Kugelschreiber brauche ich in einem Jahr?
01:01:04: Vielleicht verschreib' ich fünf oder vielleicht wenn nicht viele schreibe auch zehn.
01:01:09: Wie lange lebe ich noch?
01:01:12: Ja also das ist jetzt ein bisschen lustiges Beispiel aber manchmal hilft es.
01:01:16: Ich hatte zum Beispiel einen Kunden der hat gesagt er hat gesammelt so Luftpostbriefumschläge, die er mal bekommen hat.
01:01:26: Er hat gesagt, die will ich wiederverwerten.
01:01:28: Aber wir haben es gezählt über fünfhundert davon.
01:01:32: und dann habe ich gefragt Sie sind jetzt Mitte sechzig wie viel verbrauchen sie ungefähr im Jahr?
01:01:39: Und das hat zum Beispiel bei dem echt eingeläuft.
01:01:43: Da haben sie ja völlig recht!
01:01:45: Also Blockade kann ich nochmal gebrauchen, hilft rechnen Und es hilft, ich gebe's ja weg an Menschen die es gebrauchen können.
01:01:53: Also es geht ja in die Welt und was auch hilft ist für wann gebrauchten sie das?
01:02:00: Also wenn jemand sagt Ich habe da so eine gesammlung von hundert Sektgläsern im Keller!
01:02:08: Und ich will die nochmal für die Party gebraucht und die ich nächstes Jahr mache dann würde ich sagen super kein Problem behalten Sie die Hundertsektgläser.
01:02:16: Wenn aber jemand sagt Ich habe da noch bestimmt,
01:02:20: bestimmt
01:02:21: hundertfünfzig Teller im Keller die ich eigentlich nicht benutze und ich will auch keine Party machen.
01:02:28: Und wenn ich eine Party mache dann lasse ich das sowieso catern und dann kommt das Geschirr.
01:02:32: Dann würde ich immer sagen Wenn Ihnen der konkrete Anlass wann sie ist gebrauchen können Nicht einfällt!
01:02:38: Dann ist es ein Hinweis darüber davon dass die Blockade quasi wirkt, also ich nehme diese Blockaden schon auch ernst.
01:02:47: Ich erzähle das jetzt so lustig!
01:02:48: Ich nehme die schon ernst weil diese Blockade haben ja was mit Ängsten zu tun.
01:02:52: Ja?
01:02:52: Ich bin nicht vorbereitet.
01:02:54: Ich verliere Informationen.
01:02:57: Ich habe nicht für alles vorgesorgt.
01:03:03: Die nächste Blockade ist, hab' ich mal geschenkt bekommen kann ich unmöglich weggeben.
01:03:09: Also auch der kitschige Deko-Hase wird unter diesen Umständen nicht weggegeben, weil den habe ich ja geschenkt bekommen.
01:03:18: Da frage ich dann schon wenn der ihn nicht gefällt und wenn sie den eigentlich nicht gerne aufstellen ist dann nicht der Akt des Schenkens viel wichtiger als der eigentliche Hase?
01:03:30: Wenn dann jemand sagt nein das kann mich irgendwie meiner Schwiegermutter nicht antun okay da muss er eben bleiben.
01:03:36: also Ich nehme nicht diese Entscheidungen weg, aber ich stelle Fragen und manchmal oder relativ häufig kommt dann am Ende raus.
01:03:45: Ja, das stimmt eigentlich ja und ich muss es auch nicht weggeschmeißen.
01:03:49: Ja!
01:03:49: Ich gebe's mal zur Diakonie.
01:03:53: Und die dritte Blockade ist hat Mal Geld gekostet?
01:03:57: Hat Mal viel Geld gekastet?
01:03:59: Da will ich auch sagen, ja kann man es vielleicht noch wenns viel Geld war und wenn es noch gut ist, kann man sie vielleicht verkaufen Und wenn es nicht mehr so gut verkäuflich ist, kann man's noch jemandem schenken oder kann man tatsächlich spenden.
01:04:15: Also das Geld kommt ja nicht zurück nur weil ich einen ärgerlichen Fehlkauf noch fünf Jahre länger aufhebe.
01:04:22: Ja also diese Ermutigung Dinge zu Ende zu denken Das versuche ich Menschen zu diesen Gedankenprozessen und Gefühlsprozesse zu ermutigen.
01:04:36: Ich würde Ihnen sehr recht geben dass häufig bei dem Thema, das wir uns von Dingen nicht trennen können auch Ängste einer Rolle spielen.
01:04:45: Ich bin als Kind lange Zeit bei meiner Großmutter aufgewachsen die den zweiten Weltkrieg erlebt hat und sie hat die Angewohnheit gehabt, dass sie auch sehr rostige Eimer aufgehoben hat wo der Boden längst durch war immer mit dem Argument wenn mal wieder ein Krieg ist dann stellen die Eimer über den Rhabarber und dann haben wir etwas zu essen.
01:05:09: Und alles wurde aufgehoben, rostige Nägel, die man wieder gerade geklopft hat und man hat tatsächlich alle Dinge irgendwann auch mal gebraucht.
01:05:19: Also irgendwie war alles zu was Nutze.
01:05:22: aber meine Großmutter hat das so vollendet gemacht dass man sagen muss es hatte am Ende fast ein Element im Grunde von Komik gehabt weil natürlich dass eine Flut von Dingen gab, wo man gar nicht mehr unterscheiden konnte.
01:05:38: Braucht man das oder braucht man das nicht?
01:05:41: Also ich verneige mich vor dieser Generation ganz ehrlich!
01:05:45: Weil die haben aus nichts was gemacht.
01:05:47: Die haben aus alten Wehrmachtshelmen Töpfe gemacht, Kochtöpfen weil es keinen gab.
01:05:54: Die habe aus wehrmachtsdecken Wollmente genäht.
01:06:02: waren kreativ und waren in dieser Arbeit absolut nachhaltig, haben vorgesorgt.
01:06:10: Und es war für das was sie erfahren hatten.
01:06:13: Was Menschen im Krieg erfahren hatten, was Menschen auf der Flucht erfahren haben, absolut adäquat!
01:06:19: Und es gab ja auch nichts.
01:06:20: man musste die bostigen Nägel gerade klopfen weil es gab keine Nägel.
01:06:27: Aber und jetzt kommt das.
01:06:28: aber Das ist das, was unsere Großeltern und Eltern uns eingegeben haben.
01:06:36: Ja?
01:06:36: Das sind wieder die Aufträge über die wir uns vorhin kurz unterhalten haben am Anfang.
01:06:42: Und jetzt muss ich für mich schauen... Also beispielsweise mein Vater war Bäckermeister!
01:06:48: Bei uns wurde nie Brot weggeworfen.
01:06:51: Das hat dazu geführt dass wir fast nie frisches Brot gegessen haben weil mein Vater brachte Brot Und da war noch Brot und das musste erst mal gegessen werden.
01:07:02: So, wenn ich heute ein hartes Stück Brot wegwerfe höre ich noch die Stimme meines Vaters aber ich werfe es trotzdem weg!
01:07:13: Das ist quasi das was ich mit Selbstermächtigungen meine.
01:07:17: Ich sage Es hat für meinen Vater gestimmt Aber für mich stimmt es nicht mehr.
01:07:22: Ich bin sehr vorsichtig mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln, ich habe nicht viele Vorräte, damit mir nichts schlecht wird.
01:07:31: also solche Sachen sind für mich auch wichtig.
01:07:34: aber beim alten Brot kann ich mich sozusagen da gibt's natürlich noch mehrere Beispiele wo es um eine Emanzipation geht zum Beispiel auch beim Thema schonen was wir vorhin gesagt haben Ich muss heute nicht mehr das Geschirr schon.
01:07:50: Ich muss es nicht, sondern ich kann mich einfach daran
01:07:52: erfreuen.".
01:07:53: Also es hatte damals eine Relevanz und eine Wichtigkeit und es war nachvollziehbar und die haben super gemacht damals im Krieg.
01:08:03: Aber diese Regeln müssen wir heute hinterfragen oder sollten wir heute hinterfragen?
01:08:12: Jetzt noch eine Frage.
01:08:14: Gibt es einen?
01:08:17: im Durchschnitt jedenfalls Gibt es einen Unterschied in dem Ordnungssinn von Männern und Frauen?
01:08:26: Sehr interessante Frage, habe ich noch nicht zu Ende ergründet.
01:08:31: Also ich habe fünfundneunzig Prozent aller Menschen die sich an mich wenden sind Frauen.
01:08:38: Jetzt könnte man ja daraus schließen Ja Männer sind einfach ordentlicher Die brauchen das nicht.
01:08:45: Das ist aber nicht so.
01:08:46: also das kann ich glaube mit Nachdruck sagen, dass Männer nicht ordentlicher sind als Frauen.
01:08:53: Aber Männer gehen mit bestimmten Themen und mit bestimmte Problemen anders um.
01:09:00: Also von der Grundannahme Ein Mann hat ein Problem also mit seiner Ordnung zum Beispiel Und er hat gelernt problem ist da.
01:09:11: ich habe gelernt Ich löse ein Problem selbst und dann wenn ich es nicht lösen kann sagen manche Männer, okay ich habe gar kein Problem.
01:09:24: Also dieses sich Hilfe zu holen was Frauen wie ich finde besser machen als Männer.
01:09:31: warum machen sie es besser?
01:09:34: Weil Sie stark spüren was sie können!
01:09:40: Sie wissen was sie Können.
01:09:42: deswegen können sie auch gut sagen und das kann ich nicht.
01:09:46: Das mit der Ordnung kann ich mich so gut, dafür kann ich viele andere tolle Dinge.
01:09:50: Ich habe vier Kinder erzogen.
01:09:53: Jetzt kann ich mir bei der Ordnung mal Hilfe
01:09:55: holen.".
01:09:57: Und das ist für Männer ein bisschen schwierig glaube ich oder schwieriger?
01:10:01: Dann rufen mich Männer nicht an weil sie wollen sich ja von einer Frau nicht die Welt erklären lassen also zumindest bestimmte Männer nicht.
01:10:10: und dann erlebe von die Ehemänner, von den Frauen, die mich anrufen.
01:10:16: Die empfinden das oft als Einmischung in innere Angelegenheit.
01:10:22: Da kommt eine... Dann sieht ihr hier unser Schlamassel?
01:10:26: Das geht ja nicht!
01:10:27: Dann mischt sie sich hier ein, dann will ich hier meinen Zeugs aufräumen und das würde ich nie machen.
01:10:33: Also wenn mich eine Frau zu sich einlädt und die ist mit einem Mann verheiratet, dann würde ich aber auch nicht im Entfernsten auf die Idee kommen die Schubladen von dem Mann aufzumachen.
01:10:45: Aber da gibt es eine Angst und die ist bei Männern stärker verbreitet nach meiner Erfahrung als Frau, dass sie sich vielleicht nicht so in die Karten schauen lassen wollen oder dass Sie Ihre schwierigen Themen nicht so offenbaren wollen.
01:11:03: Und das macht es dann manchmal auch für die Frauen schwer mit ihren Männern bei diesem Thema in eine gute Kommunikation zu kommen.
01:11:12: Ich habe das Gefühl, wir könnten noch unendlich mehr über dieses Thema was ja regelrecht unergründlich ist reden.
01:11:22: Da sind auch sehr viele Fragen offen.
01:11:25: aber ich bedanke mich erstmal für dieses ausgesprochen interessanter und auch sehr lebenspraktische Gespräch Und ich werde eines machen dass ich all die wichtigen Daten wie man sie erreichen kann Die Bücher was Sie im Leben getan haben.
01:11:42: Das werde ich alles in der Beschreibung unterbringen, sodass der, der uns jetzt zuhört und noch Interesse hat, genügend Material hat sich da entweder an sie zu wenden oder Dinge nachzulesen.
01:11:56: Auf jeden Fall danke ich Ihnen sehr für das interessante Gespräch!
01:12:00: Ich danke Ihnen sehr fürs Interessante Gespräch Herr Grüger.
01:12:03: Vielen schönen Fragen!
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