Was wir von unserer Großmutter lernen können
Shownotes
Oma, #Großmutter, #Vorbilder
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00:00:04: Hallo meine Damen und Herren, hier ist der Podcast Seelenritzel.
00:00:09: Mein Name ist Dr.
00:00:11: Wolfgang Krüger.
00:00:12: Ich möchte Ihnen helfen dass Sie Probleme verstehen und bewältigen können um zufriedener und glücklicher zu werden.
00:00:20: Einmal in der Woche werde ich selbst auf Lebensprobleme eingehen Und ich werde Beiträge ausstrahlen indem nicht andere Experten interviewen.
00:00:29: Ich freue mich sehr wenn sie meinen podcast abonnieren.
00:00:33: Herzlichen Dank.
00:00:38: Hallo meine Damen und Herren!
00:00:42: Von wem haben Sie als Kind, als Jugendlicher etwas gelernt?
00:00:46: Wo haben sich etwas abschauen können?
00:00:48: Wer war Ihr Vorbild?
00:00:50: War das die Mutter oder der Vater?
00:00:52: War es ein Lehrer oder waren es die Großeltern?
00:00:56: In meinem Falle waren ganz eindeutig die Großmutter, die Mutter meines Vaters mit der ich teilweise aufgewachsen bin.
00:01:03: Sie hat mir beigebracht, wie man mit Pflanzen umgeht.
00:01:07: Die Liebe zu pflanzen!
00:01:08: Wie man eigenen Dünger herstellt oder welche Hausmittel man verwenden kann zum Putzen und diese Hausmittel waren erheblich weniger aggressiv als die heutigen Putzmittel, die man sich hoffen kann.
00:01:22: Und vor allem hat sie mir beigebracht dass der gesamte Garten wie eine Hausapotheke war das es überall Kräuter gab die man verwenden konnte gegen Husten, gegen Magenbeschwerden.
00:01:34: Fast überall gab es errickend Einmittel und sie hat mir eine ganz konkrete Lebenskunst vermittelt.
00:01:43: meine Großmutter hatte die Angewohnheit dass sie morgens immer mit den schwierigsten Dingen begonnen hat und dann hat sie geschmunzelten hat gesagt und dann wird der Tag immer schöner und immer leichter.
00:01:55: das hat mich so unendlich beeindruckt diese Form von Lebenskunst, dass ich das auch so mache.
00:02:01: Dass sich jeden Tag morgens etwas ganz Schwieriges was ich nicht gerne mache damit im Grunde beginne... Ich habe da keine Prokrastination also keine Aufschiebereite sondern ich mache das quasi weil mich die Art meiner Großmutter so unendlich überzeugt hat und ich habe Lebenseinstellung von ihr vermittelt bekommen.
00:02:24: meine Großmütter war ursprünglich Sie in einer sehr reichen Familie aufgewachsen, die aber durch die Weltwirtschaftskrise und durch den Zweiten Weltkrieg sehr verärmte.
00:02:35: Und als ich mit ihr zusammen aufgewachsen bin wir hatten kein fließend Wasser, wir hatten keinen Strom Die Heizung war relativ miserabel Wir hatten oft wenig zu essen.
00:02:44: Aber meine Großmutter war ein glücklicher Mensch!
00:02:48: Und sie hat mir gezeigt Es kommt nicht darauf an was wir uns kaufen können Es kommt nicht auf das Vermögen an.
00:02:59: Das ist nicht der eigentliche Reichtum, sondern es gibt einen inneren Reichtumm den wir haben, der mit unserer Selbstachtung zu tun hat und damit zu tun in welcher Beziehung wir zu anderen Menschen stehen.
00:03:15: Aber meine Großmutter hätte das sehr unterschrieben.
00:03:18: Geld macht nicht glücklich.
00:03:20: Geld beruhigt aber Geld ist nicht die Quelle im Grunde des Glücks und ich habe bei meiner Großmutter eine Orientierung mitbekommen in schwierigen Zeiten.
00:03:32: Sie saß manchmal auf der Bank, hat in den Himmel geschauten, hat gesagt es geht mir gut!
00:03:38: Ich hab den Krieg überlebt.
00:03:39: das sind die eigentlichen Maßstäbe gewesen.
00:03:41: und manchmal erinnere ich mich daran wenn ich mich ärgere wenn ich Probleme habe und frage mich wie könnte die eigentliche Messlatte im Leben sein?
00:03:53: Und dann wird mir klar dass es ganz andere Probleme gibt, die viel niederdrückender sein können.
00:03:59: Und mir wird auch klar wie gut es mir eigentlich geht.
00:04:03: und dann versöhne ich mich mit dem Schicksal was ich habe und den Problemen die nicht unbedingt einfach sind aber vergleichsweise zu anderen Dingen sind sie eigentlich immer noch harmlos.
00:04:19: Ich habe mich später manchmal gefragt, wie das eigentlich kam.
00:04:22: Dass meine Großmutter eine so große Bedeutung in meinem Leben hatte und ich glaube es lag daran.
00:04:28: Sie waren einem Alter wo sie nicht mehr erziehen wollte.
00:04:32: Sie war nicht jemand der von mir ständig etwas verlangte und an mir rumpuzzelte Wie meine Mutter gegen die ich mich wehren musste Sondern meine Großmother hatte ein Leben gehabt wo sie zur Ruhe gekommen ist wo sie zuhören konnte Und ich habe manchmal das Gefühl gehabt, meine Großmutter war eigentlich eine Philosophin.
00:04:51: Sie hat oftmals über den Sinn des Lebens und die wichtigen Dinge des Lebens nachgedacht und mich haben die Entscheidungen, die sie getroffen hat und wie sie gelebt hat, das hat mich im Grunde zur tiefst überzeugt und die Art der Lebensruhe, die es hatte Der Humor, den sie hatte, den man vielleicht erst in seiner Tiefe findet.
00:05:14: Wenn man schon merkt das Leben geht irgendwann zu Ende Das hat mich im Leben wirklich überzeugt.
00:05:22: Mich würde interessieren wie geht es ihnen?
00:05:26: Welche Vorbilder hatten Sie und was konnten Sie von Ihren Großeltern lernen?
00:05:32: Ich habe den tiefen Wunsch gehabt meiner Großmutter einmal ein Denkmal zu setzen mich bei ihr auch zu bedanken und habe einen Buch geschrieben, die Geheimnisse der Großeltern.
00:05:46: Falls Sie Lust haben dazu etwas nachzulesen und ich würde mich freuen in der nächsten Woche wieder mit Ihnen sprechen zu können vielleicht bis bald tschüss Wolfgang Krüger.
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